Ein Plädoyer für Harry Potter

Wenn ich erzähle, dass ich meine Bachelorarbeit über die Romanreihe Harry Potter geschrieben habe, bekomme ich zwei Arten von Fragen gestellt:

  1. „Was? Darüber kann man eine Bachelorarbeit schreiben?“ (Außerdem: „Willst du nicht, dass man dich ernst nimmt?“)
  2. „Harry Potter? Ist das nicht eigentlich ein Thema für die Anglistik?“

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Germanistik, was macht man da eigentlich?

Wenn ich jedes Mal, wenn mir diese Frage gestellt wird, einen Euro bekommen würde, könnte ich mein Studium an den Nagel hängen und mich zur Ruhe setzen. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, je länger ich studiere, desto schwerer fällt es mir, eine Antwort auf diese Frage zu geben. Eines ist jedenfalls sicher: Ich lerne ebenso wenig den Duden auswendig, wie die Studenten anderer Fächer Hauptstädte, Primzahlen oder Nachkommastellen von Pi auswendig lernen.

Ja, aber was mache ich denn dann im Studium? Weiterlesen „Germanistik, was macht man da eigentlich?“

Was ist das für 1 Blog?

Zu Beginn ein kleiner Wortwitz (oder Zahlenwitz?) aus aktuellem Anlass (mehr dazu hier). Jetzt aber: Was ist das für ein Blog? Vor zwei Jahren habe ich im Rahmen eines Seminars an der Uni dieses Blog angelegt. Seither hat die Seite inhaltslos vor sich hinvegetiert. Stunde um Stunde hat die nichtexistente Fangemeinde sehnsüchtig auf humorvolle und kreative Ergüsse meinerseits gewartet. Deshalb darf ich nun stolz verkünden: der Tag der Tage ist gekommen. Großzügig möchte ich an dieser Stelle direkt die beiden Fragen beantworten, die euch auf den Nägeln brennen:

  1. Worum geht es hier?

Da ich spätestens seit Beginn meines Master-Studiums leidenschaftliche Germanistik-Missionarin bin, möchte ich an dieser Stelle zukünftig großartige Reden über die Wirkmacht von Sprache schwingen, damit ich meine beste Freundin nicht mehr am Telefon damit langweilen muss. Denn:

„Die Sprache ist die größte Macht des Menschen. Fast alles, was er kann, vermag er durch die Sprache, und über Sprache vermag er fast alles.“ (Emil Angehrn)*

  1. Warum „vombuchzumblog“?

Weil es mir gefällt, darum. Ich hatte einen genialen Gedankenblitz, war begeistert von dieser Phrase, niemand konnte meine Begeisterung teilen und ich dachte mir: was solls’s? Ich nenn das trotzdem so.

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* Angehrn, Emil (2012): Die Sprachliche Existenz. Zwischen Kommunikation und Welterschließung. In: Angehrn, Emil und Joachim Küchenhoff (Hrsg.): Macht und Ohnmacht der Sprache. Philosophische und psychoanalytische Perspektiven. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft. S. 36