Falsche Forsätze 2.0(18)

Für David.

Es ist Ende Januar ­– also der perfekte Zeitpunkt, die guten Vorsätze für das Jahr 2018 über Bord zu werfen (zum Nachlesen: ich habe mich an meinen nicht einmal ein einziges Wochenende lang gehalten). Aber von vorne:

Es war lange still. Vielleicht bleibt es still. Aber für heute bin ich hier. Meine Feminismus-Themen muss ich (mindestens) in den Februar verschieben. Solange ich mich in Feminismus-Diskussionen (und die finden zuhauf statt) immer noch unwohl fühle, kann ich nichts dazu schreiben, auch wenn ich es gerne würde.

Warum war es, ist es so still hier? Es ist eine traurige Wahrheit, aber ich kann am besten schreiben, wenn es mir nicht gut geht. Seit ich ein Literatur-Seminar zu Melancholie belegt habe, weiß ich, dass das wohl ziemlich normal ist (Stichwort Genie und Wahnsinn). Ich habe im letzten Jahr in Paris gelebt. Es ging mir nicht gut. Ich habe viel geschrieben. Ich habe im letzten Jahr auch in München gelebt. Es ging mir sehr gut. Ich habe fast nichts geschrieben. Wie es mir momentan geht, ja, da bin ich mir nicht ganz sicher. Aber vielleicht muss es mir nicht immer schlecht gehen, damit ich schreiben kann.

Silvester 2016 war ich in Wien und es war – völligst unerwartet – das bisher beste Silvester meines Lebens. Damals habe ich Davids Wohnung in Wien voller Post-its mit falschen Forsätzen in der Gewissheit verlassen, dass ich wiederkommen würde. Und als David an Silvester 2017 – völligst unerwartet – einen Post-ist-Block und einen Kugelschreiber auf den Tisch im Restaurant legte, wusste ich, dass ich darüber schreiben muss. Es hat einen Monat gedauert, aber hier sind sie nun endlich: Falsche Forsätze reloaded. Vorhang auf für die Top 4 falschen Forsätze 2.0:

1. Noch mehr Ketchup als 2017

Leute, 2017 war gut. Aber 2018 wird besser! Ketchup, Ketchup, Ketchup heißt die Devise. Wer noch auf der Suche nach einschlägigen Rezepten ist, schaue mal bei Worst of Chefkoch vorbei. Fleischwurst inklusive.

falsche forsätze instagram
Falscher Forsatz 2017 fleißig umgesetzt: Mehr Fotos für die Instagram-Community.

2. Mehr Zeit damit verbringen, sich Gedanken darüber zu machen, was andere von einem denken.

Ah, was für ein Forsatz. Ich habe ihn gehört und wusste sofort: Das muss ich unbedingt ausprobieren.

3. Öfter mal den Umberto-Witz reißen.

Weil wir ihn einfach nicht oft genug hören können. Und findet ihr nicht auch: Diese aktuell in den sozialen Medien grassierende Version mit Ann-Kathrin, die ist einfach nichts, nicht mal in der vong-Version. Es kann nur einen wahren Umberto geben!

4. Wieder mal eine Finanzkrise auslösen

Einer der harmlosesten unserer circa 75 Forsätze. Findet das süße Häschen auch. In solchen Momenten wird einem einfach immer wieder bewusst: Es ist alles schon mal dagewesen. Dennoch kann ich empfehlen: Erstmal fleißig Bitcoins kaufen und dann mal sehen, was passiert.

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2 Kommentare zu „Falsche Forsätze 2.0(18)

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